1860

Der Kampf um die Corporationsrechte

Verleihung der Korporationsrechte (Quelle: Gesellschaftsarchiv)Ab 1848 hatte die Gesellschaft sich bemüht, die „Corporationsrechte“ zu erlangen, die es ihr ermöglichten, als eigene Rechtspersönlichkeit aufzutreten. Das wiederum war die Voraus-setzung, ein Grundstück zu erwerben und Hauseigentümer zu werden (vergl. 1840).

Diese Anträge waren ein äußerst kompliziertes und in den ersten beiden Anläufen erfolgloses Unterfangen. Zum einen war der Instanzenweg wirklich bemerkenswert: Gesellschaft → Bürgermeister  Gladbach → Landrat Gladbach → Bezirksregierung Düsseldorf  → Oberpräsident Koblenz  → königl. Generalprokurator Köln  → Staatsregierung Berlin jeweils mit Rückweisungsrecht und bei Zustimmung mit Kommentar gegenüber der nächsten Stelle. Die Antwort durchlief dann den umgekehrten Dienstweg. Zum anderen waren die Behörden sehr zurückhaltend bei der Bewilligung der Corporationsrechte, wurden doch die einzelnen Gesellschaftsmitglieder aus der persönlichen Haftung für evtl. Schulden der Gesellschaft entlassen, für die nur noch die Corporation einzustehen hatte.

Nach den erfolglosen Versuchen 1848 und 1850 hatte der dritte Anlauf endlich Erfolg. Unter dem Datum vom 12. Mai 1860 wurden der Gesellschaft die Korporationsrechte verliehen.
       
1860
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 Was in der Welt geschah

 

  • 1861 /1865: Amerikanischer Bürgerkrieg
  • 1861/1870: Einigungsprozess Italiens

 

 

Was in Mönchengladbach geschah:

  • 1853: Eisenbahnverbindung Düsseldorf – Gladbach – Aachen
  • 1855: Errichtung der Gladbacher Spinnerei und Weberei Aktiengesellschaft
  • 1855: Gründung des Evangelischen Krankenhauses Bethesda
  • 1856: Gründung der Textilmaschinenfabrik Franz Müller
  • 1856: Gründung des Krankenhauses Maria Hilf durch die Franziskanerinnen
  • 1859: Gründung von Hephata als erste Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung im ganzen damaligen Preußen

 

               
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